Theologische Fakultät |

Palästina/Israel liegt im Schnittpunkt dreier Kontinente. Hier kreuzen sich die Jahrtausende alten Handelsachsen Ägypten-Mesopotamien und Arabien-Mittelmeer. Bis in unsere Gegenwart ist das kleinkammerige Land, das an vier Klimazonen und ihren Lebensweisen Anteil hat, Zankapfel der Grossmächte. Gleichzeitig war es Ausgangspunkt entscheidender zivilisatorischer, kultureller und religiöser Impulse, die auch Europa und die Moderne entscheidend geprägt haben:
Auch mit den Schattenseiten dieses kulturellen Erbes sind wir bis heute konfrontiert (wie Patriarchalismus, Exklusivismus, Fundamentalismus).
Der dreijährige Nebenfach-Studiengang ‘Kulturgeschichte des vorislamischen Palästina’ setzt sich – unabhängig von religiösen Orientierungen – mit diesen wesentlichen Wurzeln unserer Kultur auseinander, die heute dank moderner Wissenschaften (v.a. Archäologie, Epigraphik, Ikonographie und Religionswissenschaft) vertieft erschlossen werden können.
Das Angebot richtet sich an:
Die anrechenbaren Lehrveranstaltungen sind im Vorlesungsfüher der Theologischen Fakultät als solche gekennzeichnet. Beachten Sie jedoch unbedingt darüberhinaus die entsprechenden Angebote an der Universität Freiburg.
Lehrveranstaltungen, die vom Departement Altertumswissenschaften der Universität Freiburg i.Ue. angeboten werden und die das vorislamische Palästina berücksichtigen (z.B. aus den Fächern Ägyptologie, frühchristliche und byzantinische Archäologie, antike Numismatik), können in den ANEC Minor integriert werden. Die Ägyptologie in Freiburg steht zudem als eigenständiger MA Minor allen Studierenden aus Bern offen.
Das Institut für Bibelwissenschaft (IBW) der Universität Bern organisiert für Studierende beider Universitäten regelmässig die Teilnahmemöglichkeit an archäologischen Ausgrabungen in Palästina/Israel.
Die Ausgrabungsprojekte, an denen in den vergangenen Jahren Studierende aus Bern teilgenommen haben sind: Kinneret Regional Project; Megiddo Expedition; Khirbet Qeiyafa Archaeological Project.
Das Departement Biblische Studien der Universität Freiburg bietet regelmässig Übungen und Praktika zu den Sammlungen altorientalischer Kleinkunst an. Ein Glücksfall für diese Art von Studien ist das Bibel+Orient Museum, das mit der Universität Freiburg verknüpft ist.
Das Studium des BA und MA Minor ist mit dem Besuch von ausschliesslich deutschsprachigen Veranstaltungen möglich. Für ein Grabungspraktikum in Israel sind gute Englisch-Kenntnisse nötig; Englisch ist auch die Sprache des grössten Teils der Primär- und Sekundärliteratur. Im MA Minor erweitert die Fähigkeit, auch französischen und englischen Lehrveranstaltungen zu folgen, die Wahlmöglichkeiten um mehr als 100%.
Die beteiligten Institutionen bemühen sich um die regelmässige Durchführung von Studienreisen in die Länder des Vorderen Orients.
Die Basis dieses Studienganges bildet eine Fachkonvention im Rahmen
von BeNeFri zwischen dem Departement
für Biblische Studien (BIF), Universität Freiburg i.Ue., dem Departement
für Altertumswissenschaften (SCANT), Universität Freiburg i.Ue., und dem Institut für Bibelwissenschaft (IBW) der Universität
Bern.
Die Veranstaltungen finden teilweise in Bern, teilweise in Freiburg
in der Regel in deutscher Sprache statt.
Die Reisekosten der Studierenden und der Dozierenden werden von ihrer
Herkunftsuniversität übernommen.
Für ausführliche Informationen siehe
oder nehmen Sie Kontakt auf mit Prof. Silvia Schroer oder Prof. Ernst A. Knauf.