Geschichte der Fakultät

Die Theologische Fakultät ist im Jahr 2001 durch den Zusammenschluss zweier Fakultäten, der christkatholisch-theologischen und der evangelisch-theologischen, entstanden. Aus selbständigen Fakultäten wurden Departemente einer Fakultät, die sich dem Ziel einer ökumenischen Gemeinschaft der Kirchen verpflichtet weiss.

In Lehre und Forschung wird im gegenseitigen Austausch an einem kritisch-zeitgemässen Profil christkatholischer wie reformierter Theologie und am interreligiösen Dialog in Theorie und Praxis gearbeitet. Seit Mitte der 1990er Jahre ist die umgebaute ehemalige Schokoladefabrik Tobler, nun umbenannt in UniTobler, die Heimat der Theologischen Fakultät, wie auch der meisten anderer Geistes- und Sozialwissenschaften. Der mehrfach preisgekrönte Gebäudekomplex, der die alte Bausubstanz mit modernster Architektur gelungen vereint, enthält darüber hinaus eine reichhaltige Basisbibliothek und eine eigene Mensa.

Im akademischen Jahr 2005/2006 hat die Theologische Fakultät ihr Lehrangebot auf das Bologna-System umgestellt und bietet seither „Theologie“ als Integralstudium und den Studiengang „Religious Studies/Interreligiöse Studien“ an.

Das Integralstudium ‚Theologie’ wird nach wie vor am häufigsten gewählt, beliebt sind aber auch das Hauptfach ‚Religious Studies/Interreligiöse Studien’ oder der 2010 eingeführte spezialisierte (Mono)Master in „Ancient Judaism/Antikes Judentum“. Vermehrt profitieren Studierende anderer Fachrichtungen auch vom breiten Nebenfach- bzw. Minor-Angebot der Theologischen Fakultät, wie zum Beispiel „Ancient Near Eastern Cultures“ (Bachelor/Master) oder „Gender and Religion“ (Master).

Signifikant für die jüngste Entwicklung der Fakultät sind die Gründung eines wachsenden Institutes für Judaistik, die Schaffung einer Professur für empirische Religionsforschung und Theorie der interreligiösen Kommunikation, die Gründung eines Kompetenzzentrums für Liturgik, aber auch die Einrichtung von attraktiven Lehraufträgen für die Spezialisierung in „Ecumenical Studies“ oder den Studiengang Religious Studies.

Rund die Hälfte der Studierenden an der Theologischen Fakultät sind Frauen und zurzeit lehren an der Theologischen Fakultät fünf Professorinnen. Es werden regelmässig feministische und genderspezifische Lehrveranstaltungen angeboten.