Theologische Fakultät |

„Als
ich mit dem Theologiestudium begann, war ich nicht sicher, ob ich Pfarrerin
werden wollte. Es waren philosophische und religiöse Fragen, die
mich beschäftigten. Mich faszinierte auch, dass in allen Kulturen
nach dem Göttlichen gefragt wird.
In den Studienjahren klärten sich viele meiner Fragen. Aber in Seelsorgewochen und während des Vikariats kamen mir Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebenssituationen nahe. Die Frage nach Gott beim Tod eines Kindes, der Trauerweg einer Schwerkranken, die Suche nach Lebenssinn in den verschiedenen Lebensphasen führten mich zu Auseinandersetzungen mit mir selbst und zu Gesprächen und Begegnungen, die mich tief beeindruckten.
Seit 20 Jahren bin ich nun Pfarrerin. Zuerst arbeitete ich zu 50 % in einer Vorortsgemeinde in Bern; daneben sprach ich während je 3 Jahren das „Wort zum Sonntag„ am Schweizer Fernsehen DRS und das „Wort zum Tag„ am Radio. Nun bin ich Pfarrerin am Berner Münster.
Die Lust an der Auseinandersetzung mit theologischen Fragen hat sich in diesen Jahren noch gesteigert – und die intensive Nähe zu Menschen jeden Alters ist etwas, was ich kaum mehr missen möchte. Neu entdecke ich zur Zeit die Vielfalt und Ausdruckskraft der Kirchenmusik und suche nach alten und neuen Formen gottesdienstlicher Liturgie.“
Bern, im März 2003