Aus- und Weiterbildung in Seelsorge AWS

Konzept und Thematik

Das Weiterbildungsprogramm in Seelsorge und Pastoralpsychologie AWS wird in Kooperation zwischen der Theologischen Fakultät der Universität Bern und den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn durchgeführt. Es qualifiziert zu professioneller seelsorglicher Tätigkeit in einem Gemeindepfarramt oder einem Spezialpfarramt (Klinik- und Heimseelsorge, Gefängnisseelsorge u.a.). Nebeneinander werden mehrere Studiengänge mit unterschiedlichen berufsfeldspezifischen und methodischen Schwerpunkten angeboten. Sie sind berufsbegleitend konzipiert. Die Studiengänge ermöglichen CAS-, DAS- und MAS-Abschlüsse.

Das ganze Weiterbildungsprogramm ist modular konzipiert und gliedert sich in:

  • studiengangspezifische thematische Kurssequenzen (A-Module)
  • studiengangübergreifende thematische Kurssequenzen (B-Module)
  • Trainings-Module
  • Praktika
  • Supervision
  • Praxisgemeinschaften
  • Abschlussarbeiten bei DAS- und MAS-Studiengängen

Neue Struktur bei AWS

Im zukünftigen Reglement der AWS heisst das Weiterbildungsprogramm neu «Aus- und Weiterbildung in Seelsorge, Spiritual Care und Pastoralpsychologie».

Das Weiterbildungsprogramm der AWS umfasst mittlerweile sechs Studiengänge. Die einzelnen Studiengänge haben unterschiedliche Entstehungsgeschichten und sollen auch in Zukunft ihre je spezifischen Prägung beibehalten. Mit Inkrafttreten des neuen Reglements per 2021 sollen sie jedoch eine verbindende Struktur erhalten. Unter dem gemeinsamen Dach der AWS wird mit dem überarbeiteten Reglement auch eine einheitliche Architektur sichtbar. Die Studiengänge sollen dann von der Theologischen Fakultät der Universität Bern, der Theologischen Hochschule Chur sowie den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und der Deutschschweizerischen Ordinarienkonferenz getragen werden.

Aufbau des Weiterbildungsprogramms

Im Parterre sind die Studiengänge mit methodischem Schwerpunkt angesiedelt: CPT, LOS und SYSA. Im ersten Stockwerk diejenigen mit kontextuellem Schwerpunkt: ASHG, SPKS und SSMV. Jedes dieser sechs „Zimmer“ führt zu einem eigenen CAS-Abschluss (z.B. CAS SPKS AWS Unibe THC). Weiterhin kann man einzelne Kurse auch separat besuchen. Zwei CAS können im zweiten Stockwerk zu einem DAS erweitert werden, und im dritten Stock lassen sich drei CAS zu einem MAS kombinieren. Die Abschlüsse sollen dann Diploma resp. Master of Advanced Studies Spezialseelsorge AWS, Universität Bern und Theologische Hochschule Chur (DAS resp. MAS SPES AWS Unibe THC) heissen. In den neuen Abschlüssen wird auch die durch die Neuordnung angestrebte verstärkte Ökumenisierung der AWS sichtbar.

Ziele des Studiengangs

Das CAS-Studium (15 ECTS) thematisiert Seelsorge an Menschen in unterschiedlichen Lebens- und Krisensituationen. Es trägt zur Entwicklung der Fähigkeit der Teilnehmenden bei, Menschen in ihren Vernetzungen differenziert wahrzunehmen, Seelsorgeprozesse in einem ausgewählten Arbeitsfeld zu reflektieren und professionell zu gestalten und persönliche und strukturelle Voraussetzungen und Implikationen dieser Arbeit zu verstehen. 

Ergänzend zu den Inhalten des CAS-Studiums erwerben die Teilnehmenden des DAS-Studiums (30 ECTS) Fähigkeiten zur institutionellen Arbeit und Qualitätssicherung in ihrem beruflichen Umfeld.

Das MAS-Studium (60 ECTS) vertieft die berufsbezogenen Handlungskompetenzen. Absolvent_innen bearbeiten aus theologisch-ethischer Perspektive Gesamtfragen der Seelsorge und reflektieren deren gesellschaftliche Bezüge. Sie besitzen vertiefte Fachkenntnisse in jenen Wissensgebieten, die für ihre Tätigkeit relevant sind, und kennen den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs in Seelsorge und Pastoralpsychologie.

Zielgruppe

Das AWS Weiterbildungsprogramm richtet sich an Personen, die sich in Seelsorge und Pastoralpsychologie weiterbilden wollen. Voraussetzung für die Zulassung zu den Studiengängen sind ein universitärer Hochschulabschluss auf der Stufe Master an einer theologischen Fakultät und Seelsorgeerfahrung oder Erfahrung in ähnlichen Bereichen von Begleitung und Beratung.

Der Besuch einzelner Kurse/Module ist (in der Regel) auch ohne akademischen Abschluss möglich. Die erfolgreiche Teilnahme wird bestätigt.