Theologische Fakultät

Studienprogramme

Bachelor Theologie

Die Theologische Fakultät besteht seit 2001 aus dem Departement für Christkatholische Theologie und dem Departement für Evangelische Theologie. Etwa 300 Studierende studieren hier das breite Feld der Religionen, hauptsächlich der christlichen Religion.Das Studium der Theologie öffnet den Studierenden ein unglaublich weites Feld und wirft dabei hauptsächlich Fragen auf. Wenn du dich nicht scheust, dich kritisch mit deiner Religion und Kultur auseinander zu setzen, liegst du mit dieser Studienwahl goldrichtig.

Basisinformationen
Abschluss:

Bachelor of Theology, Universität Bern, with special qualification in:

  • Old Catholic Theology
  • Protestant Theology
Umfang: 180 ECTS
Angebot:
  • Mono 180 ECTS mit Schwerpunkt:
    • christkatholische Theologie
    • evangelische Theologie

 

Minor-Angebot für andere Studiengänge:

  • Judaistik 60 ECTS
  • Theologie 60 oder 30 ECTS
Studiendauer: 6 Semester
Unterrichtssprache: Deutsch
Studienbeginn: Herbst- oder mit Bewilligung der zuständigen Studienfachberatung auch im Frühjahssemester

Die Theologische Fakultät setzt auf Diskussion und Dialog, interdisziplinäre Zusammenarbeit und ein gutes Mentoring, um ihren Studierenden professionelle, theologische Kompetenzen sowie soziale und organisatorische Schlüsselqualifikationen zu vermitteln. Bewährte wie neue Ausbildungswege bilden die Grundlage vielfältiger beruflicher Tätigkeitsbereiche. Ob im integralen Vollzeitstudium der christkatholischen wie der evangelischen Theologie oder im Nebenfachstudium: das weite Spektrum von Studienthemen reicht von Schöpfungstheologie über Medizinethik und tibetischem Buddhismus bis hin zur Gefängnisseelsorge. So öffnet die Theologische Fakultät ihren Studierenden Räume, um grundlegenden Lebensfragen in einer komplexen, sich rasch verändernden Lebenswirklichkeit nachzugehen. Wegweisend für die Ausbildung zukünftiger reformierter und christkatholischer Pfarrerinnen und
Pfarrer ist insbesondere das „Praktische Semester“. Es bietet einzigartige Lernchancen durch die Gelegenheit zu intensiver teilnehmender Beobachtung und Reflexion gelebter Religion.

Den Modellstudienplan finden Sie unter "Studienaufbau" oder detaillierter im PDF Modellstudienplan Theologie (pdf, 121KB) (s.u.). Die Verteilung der obligatorischen Lehrveranstaltungen über das Jahr finden Sie im PDF Jahresplan der obligatorischen Lehrveranstaltungen (pdf, 103KB). Die aktuellen Veranstaltungen für das akademische Jahr 2015/16 finden Sie unter "Studium" bzw. in den PDFs Akademisches Programm HS2015 (pdf, 78KB) und Akademisches Programm FS2016 (pdf, 91KB) oder via KSL.

Das Monofachstudium mit dem Ziel, als Bachelor of Theology abzuschliessen, dauert 6 Semester, während denen Sie 180 ECTS-Punkte erwerben. Der Schwerpunkt liegt entweder im evangelischen oder christkatholischen Bereich. Der Studiengang ist folgendermassen organisiert:

 Muss ich fromm sein, um Theologie zu studieren?

Das Christentum gehört zu den tragenden Grundlagen der westlichen Kultur. Daher ist das Theologiestudium offen für alle, die darüber mehr wissen wollen – ob fromm oder nicht, ist nicht die Frage.

Was ist die Bibel?

Die Bibel ist nicht nur ein Buch, sondern eine kleine Bibliothek von zwischen 60 und 100 Schriften (je nach Ausgabe). Diese Schriften sind mehr oder weniger exakt datierbar und aus unterschiedlichen zeitgeschichtlichen Perspektiven verfasst und zusammengestellt worden. Dieses Buch hat und hatte als Heilige Schrift eine historisch durchschlagende Wirkung und immer wieder zu heissen Debatten Anlass gegeben. Schon im 11. Jahrhundert gab es Bücher, die biblische Widersprüche einander gegenüberstellten.

Dreht sich im Theologiestudium alles um die Bibel?

Jein. Obwohl die christliche Tradition in allen Fächern im Zentrum steht, werden die Fragen sehr verschieden gestellt. Die Fächer Altes und Neues Testament setzen sich hauptsächlich mit den biblischen Texten und ihren Kontexten auseinander. In der Historischen Theologie wiederum kann zum Beispiel Thema sein, wie die christlichen Gemeinden von einer verfolgten Minderheit zu einer überlegenen Staatsmacht wurden, oder wie sich die Kirchen vor und während dem zweiten Weltkrieg verhalten haben. Die Systematische Theologie fragt nach der Relevanz der christlichen Aussagen in unserem Leben. So setzt man sich in der Dogmatik z.B. mit dem Wahrheitsanspruch des Christentums und der Vielfalt der Religionen auseinander, während in der Ethik aktuelle Themen wie z. B. Schwangerschaftsabbruch, Präventivkrieg oder Sterbehilfe unter die christlich-ethische Lupe genommen werden. In der praktischen Theologie geht es um die christliche Lebenspraxis in Kirche und Gesellschaft wie z.B. um Seelsorge im Spital, Gottesdienstgestaltung und Religionsunterricht. In allen Semestern finden auch interdisziplinäre, Fächer verbindende Veranstaltungen statt: Ringvorlesungen zum Thema „Gewalt", Veranstaltungen über Zusammenhänge von Tiefenpsycholgie und Bibelauslegung oder Medizin und Ethik, archäologische Grundkurse und vieles mehr.

Religionswissenschaftliche und Judaistische Lehrveranstaltungen vermitteln spannende Einsichten in andere religiöse Welten.

Geht es im Studium um Wissenschaft oder persönlichen Glauben?

In der Theologie wird nachgedacht über Glauben und Leben, Gott und die Welt. Die Theologische Fakultät bietet ein wissenschaftliches Studium an. So geht es um ein vertieftes Fragen danach, was Glauben überhaupt - und nicht nur persönlich! - heisst, hiess und heissen kann. Wie in anderen Studienrichtungen wird hier mit verschiedensten Methoden gearbeitet. Der eigene Glaube kann trotz der Wissenschaftlichkeit nicht aus dem Spiel bleiben, vielmehr beeinflussen sich beide wechselseitig. Das Theologiestudium lässt daher niemanden unbeteiligt auf seinem Weg.

Welche Stärken sind gefragt?

Das Studium der Theologie wirft hauptsächlich Fragen auf. Wenn du dich nicht scheust, dich kritisch mit deiner Religion und Kultur auseinander zu setzen, liegst du mit dieser Studienwahl goldrichtig. Es braucht eine Portion Neugierde und Mut, um neue Aspekte der christlichen Tradition zu erkunden, und um Welt-, Gottes- und Menschenbilder zu hinterfragen.

Wie steht’s mit den Religionen?

Andere Religionen spielten schon zu biblischen Zeiten eine mitbestimmende Rolle und christliche Theologie hat sich von Anfang an in der Auseinandersetzung mit der religiösen Umwelt entwickelt. Zudem leben wir heute in einer Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenleben und Wahrheitsansprüche aufeinanderprallen. Es ist deshalb unumgänglich, sich mit anderen Weltreligionen, wie z.B. dem Judentum, auseinander zu setzen. Das Theologiestudium bietet Möglichkeiten dazu.

Gibt es keine interessantere theologische Fakultät anderswo?

Interessantere wohl nicht, höchstens ebenso interessante oder anders interessante. Eine Berner Spezialität ist die betont ökumenische Ausrichtung. Die Theologische Fakultät vereint ein evangelisch-reformiertes und ein christkatholisches Departement unter einem Dach, und die römisch-katholische Fakultät von Fribourg liegt keine 20 Minuten Zugfahrt entfernt. Es gibt vielfältige Verbindungen, und die Kooperation soll zunehmend vertieft werden.

Auch die praktische Ausbildung in Bern hat es in sich. So haben die Studierenden des Integralstudiums die Möglichkeit, während eines Feldsemesters praktische Erfahrungen in sozialen Institutionen, unterschiedlichen Betrieben und in Kirchgemeinden zu sammeln. Sie können dabei ihre Fragen in der Praxis prüfen und mit neuen Impulsen an die Uni zurückkehren.

Wer Antikes Judentum studieren oder sich in den Frühen Kulturen, die die Bibel wesentlich beeinflusst haben (ANEC) auseinandersetzen will, kann dies in Bern tun.

Muss ich PfarrerIn werden, wenn ich Theologie studiere?

Viele Studierende gehen nach dem Studienabschluss tatsächlich ins Pfarramt. Dass es diese und auch andere spannende berufliche Tätigkeiten für TheologInnen gibt, findest du unter Berufsbilder.

Besondere Kenntnisse

keine

Sprachkenntnisse

Für den erfolgreichen Abschluss "Bachelor of Theology, Universität Bern", werden Nachweise genügender Kenntnisse in den Sprachen Griechisch, Hebräisch und Latein verlangt:

Latein Der Nachweis kann durch den Vorbildungsausweis oder eine andere Bescheinigung erbracht werden. Liegt keine entsprechende Bescheinigung vor, sind die Sprachkenntnisse während des Bachelorstudiums zu erwerben. Die Fakultät bietet entsprechende Sprachkurse an. Diese werden nicht an das Bachelorstudium angerechnet.
Hebräisch und Griechisch

Die entsprechenden Sprachkurse müssen von allen Studierenden, die über keinen Vorbildungsausweis oder über keine andere Bescheinigung verfügen, abgelegt werden, und die entsprechenden Leistungskontrollen müssen genügend sein. Die ECTS-Punkte der Sprachkurse Griechisch und Hebräisch werden an das Bachelorstudium angerechnet.

Studierende, die den Nachweis genügender Kenntnisse durch einen Vorbildungsausweis oder eine andere Bescheinigung erbringen, können entweder die fakultären Sprachkurse mit einer genügenden Note absolvieren oder an Stelle der fakultären Sprachkurse sprachbezogene Veranstaltungen, namentlich Lektürekurse oder Repetitorien im Umfang der jeweiligen Sprachkurse gemäss Anhang 1 wählen.

Absolventinnen und Absolventen der Kirchlich-Theologischen Schule (KTS) absolvieren an Stelle des fakultären Griechischkurses zwei Lektürekurse im Umfang von insgesamt 10 ECTS-Punkten.

 
Für Fragen zur Bewerbung und Zulassung kontaktieren Sie die Abt. Zulassung, Immatrikulation und Beratung

Die meisten Studierenden setzen das Theologiestudium mit dem Master fort. Nach dem Theologiestudium stehen einem jedoch vielerlei Möglichkeiten offen. Beratung und Unterstützung bietet hier gegebenenfalls die Studienfachberatung.

Konsekutiver Masterstudiengang

Der Bachelor of Theology, Universität Bern, berechtigt ohne Einstufung zum Eintritt in den

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