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Theologische Fakultät

Titelbild

Ehrenpromotionen

2013

Kathrin Utz Tremp

2012

Willi Nafzger

Das Ehrendoktorat 2012 wurde dem engagierten Gefangenenseelsorger Willi Nafzger, VDM (*1942), verliehen als Humanisierer des Strafvollzugs, der die Gefangenen- zur Gefängnisseelsorge enwickelte, indem er auch die Probleme des Gefängnispersonals in den Blick rückte, als Ausbildner von Gefängnispersonal in der Schweiz und weltweit, und als dem Nestor der Schweizer Gefängnisseelsorge, der den Weiterbildungsstudiengang «Seelsorge im Straf- und Massnahmenvollzug» an der Universität Bern mitbegründet und 20 Jahre mitgetragen hat.

2011

Rudolf H. Strahm,

der sein Lebenswerk einer gerechten Entwicklungspolitik und dem Engagement für die «Dritte Welt» gewidmet hat und die Hoffnung auf eine veränder- bare Welt nicht aufgibt, der die von kirchlichen Kreisen initiierte Pionierarbeit der «Erklärung von Bern» massgeblich prägte und damit einen grundlegenden Beitrag zur Entwicklung zivilgesellschaft- licher Kräfte in der Schweiz leistete, dessen undogmatische und prophetische Stimme im Ringen um soziale, ökologische und ethische Spielregeln der globalisierten Wirtschaft zu politischem Handeln ermutigt, der sein Fachwissen in staatsbürgerlicher Verantwortung breiten Kreisen der Bevölkerung durch Lehrbücher, Medienbeiträge und Vorträge zugänglich macht.

Hannah M. Cotton,

der unermüdlichen Philologin, Papyrologin und Epigraphikerin, die sich durch vorbildliche Ersteditionen um die Geschichte Israels und des Judentums in hellenistisch-römischer Zeit verdient macht, der inspirierenden Historikerin, die massgeblich zur Erhellung der Geschichte und speziell Frauengeschichte, des Rechts, der Wirtschaft und der Religion in Israel/Palästina und Arabien unter römischer Herrschaft beiträgt, der Hauptinitiantin der Corpus Inscriptionum Iudaeae/Palaestinae, die mit ihrer Arbeit den ethnischen, religiösen und sprachlichen Pluralismus des heiligen Landes zwischen dem 4. Jh. v. Chr. und dem 7. Jh. n. Chr. dokumentiert.

2010

Lic. phil. Rifa'at Lenzin, Zürich,

die sich seit vielen Jahren in der Schweiz und darüber hinaus für einen offenen und respektvollen Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen einsetzt, die als freischaffende Islamwissenschaftlerin und Publizistin in der Öffentlichkeit für ein plurales Verständnis muslimischer Identität eintritt, die sich in besonderer Weise um eine Klärung von Geschlechterfragen im Islam verdient gemacht hat, die durch ihre vielfältigen Tätigkeiten zu einer Kultur des Friedens und der Toleranz beiträgt.

2009

Prof. Dr. Susan Ashbrook Harvey, USA,

die seit 30 Jahren herausragende Untersuchungen im Bereich des frühen syrischen Christentums veröffentlicht hat, die durch ihre Arbeiten unsere Kenntnis der altkirchlichen Hagiographie auf eine breitere Basis gestellt hat, die durch ihre Forschungen über die Bedeutung des Geruchssinnes im frühen Christentum ein neues, originelles Kapitel der Geschichte der christlichen Spiritualität geschrieben hat, die mit ihren gründlichen und empathischen Studien über Frauen im frühen syrischen Christentum und über Genderaspekte der Theologie der Alten Kirche viel dazu beigetragen hat, die Rolle der Frauen in den östlichen christlichen Kirchen damals und heute neu zu bewerten.

2008

Pfr. Hans Rudolf Lavater, Erlach,

der seit über 30 Jahren herausragende Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Forschungstätigkeit zur Kirchengeschichte veröffentlicht und dadurch die Kenntnisse und die Erforschung der Geschichte der Reformation in Zürich und Bern sowie der Geschichte der Schweizer Täufer massgebend gefördert hat, der in seiner Tätigkeit als Pfarrer und Lehrer die historisch und theologisch differenzierte und reflektierte Vermittlung von Kirchengeschichte und Theologie in Kirche, Schule und Öffentlichkeit gefördert und umgesetzt hat, der sich ehrenamtlich in hohem Masse für Gesellschaft und Kirche in Stadt und Kanton Bern engagiert hat.

2007

Tamara Grdzelidze, Genf,

der georgischen Theologien und Philologin, die in einem atheistischen und patriarchalen Umfeld in Georgien als Pionierin bei der Wiederherstellung theologischer Studien wirkte, die in Forschung, Lehre und Publikationen orthodoxe Theologie und Spiritualität mit den Fragestellungen der Gegenwart verbindet und einem westlichen Publikum vermittelt, die durch ihre kritischen Studien zur Georgischen Orthodoxen Kirche und durch ihr Engagement im „Ökumenischen Rat der Kirchen“ den gefährdeten Dialog zwischen orthodoxen und abendländischen Kirchen lebendig erhält.

2006

Daniel Glaus, Bern

dem Komponisten, Forscher und Lehrer, der Disziplinen verbindet und Kulturen vernetzt; dem Kirchenmusiker und Organisten, der Zeitgenossen einen neuen Zugang zu gottesdienstlichen Feiern ermöglicht; dem Grenzgänger, der die Theologie zu einem «fremden Blick» auf ihre eigenen Traditionen herausfordert.

2005

Iren Meier, Bern und Beirut,

der Radio-Journalistin, die in ihrer interkulturellen und interreligiösen Medienarbeit Herausragendes leistet, die in ihrer differenzierten wie sensiblen Berichterstattung über politische und religiöse Konflikte die betroffenen Menschen unter Hochachtung ihrer Würde in den Mittelpunkt stellt, dabei Einzelschicksale von Konfliktopfern - besonders Kindern und Frauen - beleuchtet und damit einen einzigartigen Impuls zur Aufklärung und Friedensförderung im Sinne des Evangeliums liefert.

2004

Jan Visser, Niederlande,

dem Theologen, der es in seiner Lehr- und Forschungstätigkeit verstand, neue ekklesiologische und pastoralpsychologische Fragestellungen aus dem Raum verschiedener christlicher Traditionen und der Humanwissenschaften aufzunehmen und für Zeugnis und Auftrag der Kirche in der heutigen Gesellschaft fruchtbar zu machen, und der damit einen bedeutenden Beitrag zur Klärung der Aufgabe einer altkatholischen Theologie und ihres ökumenischen Anliegens geleistet hat.

2002

Claude Lagarde, Frankreich,

katholischer Religionspädagoge und Pionier der Catéchèse Biblique Symbolique, hat durch seine wissenschaftliche Forschung und sein pädagogisches Engagement wesentlich zur Erneuerung des kirchlichen Religionsunterrichtes im Kontext der heutigen Multikulturalität und Multireligiosität und zur Überwindung von bislang kinderfeindlichen Unterrichtsformen beigetragen.

2001

Prof. Dr. Christine Burckhardt-Seebass, Basel,

der Wissenschaftlerin, die sich der religiösen Dimension kultureller Phänomene in ihrer Eigenart zuwendet und dabei innovative Fragestellungen mit methodischer Sorgfalt verbindet, der Volkskundlerin, die die Theologie zu einem „fremden Blick“ auf ihre eigenen Forschungsbereiche herausfordert, der Hochschullehrerin, die zu einem achtsamen, unverstellten und präzisen Sehen und Wahrnehmen auch der unscheinbaren Realität anleitet.

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