Magazin konstruktiv

Theologisches aus Bern

konstruktiv 2021 - MASKE UND GESICHT

Was eigentlich ist Maske und was Gesicht – lässt sich das überhaupt präzis unter-scheiden? Oder schieben sich Gesicht und Maske nicht unmerklich übereinander, amalgieren zu Identität, in stetigem Wandel über die Lebenszeit und in verschiede-nen Lebensumständen? Bis in das Innerste christlicher Theologie spielen Masken und Gesicht eine Rolle: Bild und Abbild Gottes, Urbild und Ikone, drei Personen oder Hypostasen in Wesensein-heit, eine Person und zwei Naturen Christi – hochkomplexe Zuordnungen, um das Undenkbare, Unanschauliche, Verborgene anzusprechen, anzuschauen, zu erkennen.

konstruktiv 2021 - MASKE UND GESICHT (PDF, 2.2 MB)

konstruktiv 2020 - SCHUTZ UND SEGEN

Das «konstruktiv» 2020 ist während der Coronakrise geschrieben worden, im verordneten Home-Office. Wer hätte gedacht, dass unser Thema «Schutz und Segen» von Erfahrungen eingeholt werden würde, wie wir sie seit dem März machen. Ausgegangen waren wir beim Konzipieren des Heftes nämlich von eher religionsgeschichtlichen Interessen und einem internationalen Forschungsprojekt, an welchem zwei Institute der Berner Fakultät beteiligt sind. Religionen sind komplexe Systeme, die die Beziehungen zwischen Menschen und Gottheiten ordnen und im Gleichgewicht halten. Ein zentrales Ziel religiöser Rituale ist die Erhaltung der Zuwendung der Gottheit(en) und damit des Wohlergehens der Menschen und ihrer Mitwelt.

konstruktiv 2020 - SCHUTZ UND SEGEN (PDF, 9.0 MB)

konstruktiv 2019 - SCH WEI GEN

Schweigen kann beredt sein. Und es gibt viel dazu zu sagen. Aus verschiedenen Fachperspektiven ist ein bunter Strauss mit zum Teil überraschenden Einsichten entstanden. Die Beiträge machen deutlich: In Bibel und Tradition spielt das Schweigen seit jeher eine grosse Rolle. Hinzu kommen unterschiedliche Konfessionskulturen, die dem Schweigen je eigene Bedeutungen zumessen. Insbesondere in der monastischen Spiritualität wird oft und bewusst geschwiegen. Wer nach Literatur über Schweigen sucht, stösst vor allem auf Autorinnen und Autoren der ostkirchlichen und westkirchlichen katholischen Traditionen. Schweigen wird hier als Ausdruck der Offenheit Gott gegenüber, als Form des Betens interpretiert und vollzogen. Schweigen gehört jedoch auch zur protestantischen DNA. Reformierte Gottesdienste sind zwar oft wortreich, aber sie zielen auf das Hören...

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konstruktiv 2018 - Ja! Mut zur Krise: Karl Barth 1919-2019

«Warum Karl Barths Theologie ihre beste Zeit noch vor sich hat» – dafür hat Ralf Frisch in seinem gerade im tvz erschienenen Buch «Alles gut» überzeugende Gründe angebracht und dabei einmal mehr die unverbrauchte Aktualität der Theologie Barths unter Beweis gestellt. Und diese trifft nicht nur auf die ebenso kühne wie Gelassenheit schenkende Grosserzählung der vielbändigen Kirchlichen Dogmatik zu, sondern gilt ebenso für die geradezu expressionistischen Römerbrief-Kommentare Barths aus den Jahren 1919 und 1922. Eruptiv brach die eigenwillige, gegen die Not des Predigtamtes und die vollends angesichts des Ersten Weltkriegs nicht mehr zu verbergende Krise von Theologie und Kirche angehende, verwegene neue Sicht auf den Römerbrief des Apostel Paulus in die Wüste des ersten Nachkriegsjahres ein. Gemeinsam mit dem Tambacher Vortrag...

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konstruktiv 2017 - Sola scriptura?

Die reformatorische Grundüberzeugung, dass der Mensch allein aus Gottes Gnade selig wird, ja existiert, ist heute zwischen Katholikinnen und Protestanten nicht mehr kontrovers. Auch dass die heiligen Schriften norma normans sind und bleiben, von der die Regeln für die Glaubens-, Gottesdienst- und Lebenspraxis abgeleitet werden, ist in der Ökumene ebenfalls nicht kontrovers. Anders steht es mit dem sola scriptura, «allein aufgrund der Schrift». Hier versagen schon Anglikaner Luther und Zwingli die Gefolgschaft, von allen anderen Konfessionen nicht zu reden. Ist das «Schriftprinzip» in dieser Form nicht ein verhängnisvoller Stolperstein für die Ökumene? War es jemals mehr als bestenfalls eine polemische Übertreibung, schlimmstenfalls eine Selbsttäuschung – jedenfalls aus der Perspektive von Bibelwissenschaftlerinnen und Historikern?

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