Aktuelles

Prof. Wolf gilt als hervorragender Vertreter einer jüngeren Generation römisch-katholischer Kirchenhistoriker, die die Kirchengeschichte kritisch aufarbeiten. Das Erschliessen wichtiger Quellen kommt überkonfessionell der gesamten kirchenhistorischen Wissenschaft zugute.
Sein Buch über die Nonnen von Sant’Ambrogio (2013) wurde in viele Sprachen übersetzt und liest sich wie ein spannender Krimi. In „Krypta“ (2015) beschäftigt er sich mit unterdrückten Traditionen der Kirchengeschichte. Prof. Wolf nimmt in seinen Büchern diejenigen in den Blick, die durch die Inquisition oder die Indizierung ihrer Werke an den Rand gedrängt wurden.
Vor wenigen Monaten gab er das Werk des altkatholischen Theologen Franz-Heinrich Reusch über den Index der verbotenen Bücher neu heraus. Reuschs fundiertes Werk läutete das Ende des Index ein.
Prof. Wolf beteiligt sich aktiv an aktuellen Diskussionen, wie u.a. seine jüngst erschienenen 16 Thesen zum Zölibat zeigen.
Prof. Dr. Angela Berlis, Dekanin

Glücklich sind die Freundlichen, denn sie werden die Erde erben.  Mt 5,5

Die Theologische Fakultät der Universität Bern trauert um ihren Kollegen

Prof. em. Dr. theol. Dr. h.c. mult. Ulrich Luz
23. Februar 1938 – 13. Oktober 2019
Professor für Neues Testament

Ulrich Luz hat es verstanden, vielen Menschen das Buch der Bücher zu öffnen. Als Gastdozent lehrte er 1969 -1971 in Japan, danach 1971-1980 als ord. Professor in Göttingen und 1980 - 2003 in Bern. Seine vielfältigen Schriften, allen voran sein bahnbrechender Kommentar zum Matthäusevangelium inspirieren seit vielen Jahrzehnten Theologinnen und Theologen aller Konfessionen. Er suchte das Gespräch mit den Menschen, denen seine Tür immer offen stand, und engagierte sich für grenzüberschreitenden wissenschaftlichen Austausch, insbesondere mit osteuropäischen Fakultäten.
In Wertschätzung seiner grossen Gelehrsamkeit erfuhr er weltweit eine Vielzahl akademischer Ehrungen.

Die Theologische Fakultät und die Universität Bern gedenken seiner in Ehren.

Prof. Dr. Angela Berlis, Dekanin
Bern, 15. Oktober 2019
Die Urnenbeisetzung findet am 29. Oktober um 13.30 Uhr auf dem Schlossfriedhof in Laupen statt, anschliessend Trauergottesdienst in der Kirche Laupen.

Ihr seid der Leib Christi und jeder Einzelne ist ein Glied an ihm.
(1 Kor 12,27)
Die Theologische Fakultät der Universität Bern trauert um ihren emeritierten Kollegen
Prof. Dr. phil. Dr. theol. h.c. John Mbiti
30.11.1931 ‐ 6.10.2019
John Mbiti lehrte von 1983 bis 2003 Missionswissenschaften und aussereuropäische Theologie an der Theologischen Fakultät. Er war hoch angesehen als akademischer Lehrer und international vernetzter Theologe und galt vielen als «Vater der modernen afrikanischen Theologie». Noch vor wenigen Jahren hat er eine Übersetzung des Neuen Testaments in seiner afrikanischen Muttersprache veröffentlicht.
Die Theologische Fakultät und die Universität Bern werden dem Verstorbenen ein ehrendes Andenken bewahren.
Prof. Dr. Angela Berlis, Dekanin
Bern, 12. Oktober 2019

Unitobler (Lerchenweg 36), Raum F021
Montag 18:15–20:00 Uhr; Beginn: 17. Februar 2020
Die Veranstaltung ist öffentlich und unentgeltlich.


Kontakt
Prof. Dr. theol. Magdalene L. Frettlöh
Theologische Fakultät der Universität Bern
Institut für Systematische Theologie
magdalene.frettloeh@theol.unibe.ch
Prof. Dr. theol. Matthias Zeindler
Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn
matthias.zeindler@refbejuso.ch

Montag, 24. Februar 2020, 9.15–12 Uhr
Workshop mit Dr. med. Stephan M. Probst und Rabbiner Michael Kohn
Hallerstrasse 6, Kursraum 205, 3012 Bern

Anmeldung bis 19. Februar 2020 an: Ass. Sara Egger, sara.egger@theol.unibe.ch
Es wird ein Unkostenbeitrag von CHF 25.-  erhoben (Studierende CHF 10.- ).

WDR Lebenszeichen. 16.06.2019. 29:21 Min.. WDR 5. Von Rolf Cantzen

https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/lebenszeichen/gnosis-102.html

Menschen in grosser Not stellen sich oft existentielle Fragen. Bei dieser Sinnsuche half früher meist die Religion. Was aber braucht eine zunehmend säkulare Gesellschaft? Olivia Röllin spricht mit Isabelle Noth und Ulrike Dausel über spirituelle Begleitung in Krisenzeiten.

Sendung vom 26.05.2019

 

Dr. Alma Brodersen, Postdoktorandin und Assistentin am Institut für Altes Testament, und Dr. Jan Rüggemeier, Postdoktorand am Institut für Neues Testament, haben am 17. Mai 2019 in Heidelberg den international renommierten „Manfred Lautenschläger Award for Theological Promise“ verliehen bekommen. Mit dem Preis werden jedes Jahr zehn herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler für ihre Dissertationsarbeit geehrt. Im Anschluss an die feierliche Preisübergabe nahmen die beiden an einem mehrtägigen, interdisziplinären Kolloquium teil, wo sie sich mit renommierten Professorinnen und Professoren sowie Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt vernetzen und über ihre aktuellen Forschungsprojekte austauschen konnten.

Ausgezeichnet wurden die beiden Berner Fakultätsmitglieder für folgende Monografien:

Brodersen, Alma (2017): The End of the Psalter. Psalms 146-150 in the Masoretic Text, the Dead Sea Scrolls, and the Septuagint (BZAW 505), Berlin: De Gruyter.
👉🏻 https://tinyurl.com/brodersenpsalter

Rüggemeier, Jan (2016): Poetik der markinischen Christologie. Eine kognitiv-narratologische Exegese (WUNT II 458), Tübingen: Mohr Siebeck.
👉🏻 https://tinyurl.com/rueggemeierpoetik

Diesjährige Ausschreibung des "Christkatholischen Theologiepreises", in diesem Jahr für Arbeiten aus dem Bereich Systematische Theologie. Bewerbungsschluss ist 15. Juli 2019.

Pressetext «Club» vom 7. Mai 2019, 22.25 Uhr, SRF 1

Impfskepsis – ein Virus mit tödlichen Folgen?

Masern breitet sich weltweit wieder aus. In der Schweiz sind in diesem Jahr zwei Personen an der Viruskrankheit gestorben. Die WHO warnt: Impfskeptiker sind eine der grössten Risiken für die Gesundheit der Menschheit. Woher rührt die Skepsis? Und: Braucht es einen Impfzwang?

Auf der ganzen Welt nehmen Masernfälle wieder zu, weil sich gerade in Industrieländern Menschen den Impfempfehlungen widersetzen. Impfskeptiker führen im Netz einen Informationskrieg gegen die Schulmedizin.

Wieso haben wissenschaftliche Argumente einen zunehmend schweren Stand? Ist die ablehnende Haltung gegen Impfungen ein Wohlstandsphänomen? Oder eher ein Symptom zunehmender Individualisierung? Jetzt fordern Schweizer Politiker einen Impfzwang.

Unter der Leitung von Barbara Lüthi diskutieren:

Markus Senn, Naturheilpraktiker
Daniel Trappitsch, Geschäftsleiter Netzwerk Impfentscheid, Impfgegner
Daniel Koch, Leiter Abteilung «Übertragbare Krankheiten» BAG
Isabelle Noth, Professorin für Seelsorge und Religionspsychologie
Beda Stadler, emeritierter Professor für Immunologie
Corina Salis Gross, Präventionsforscherin

Ausstrahlungsdaten:

Dienstag, 7. Mai 2019, 22.25 Uhr, SRF 1
Mittwoch, 8. Mai 2019, 02.20 Uhr, SRF 1
Mittwoch, 8. Mai 2019, 11.00 Uhr, SRF info
Mittwoch, 8. Mai 2019, 16.40 Uhr, SRF info
Donnerstag, 9. Mai 2019, 03.45 Uhr, SRF 1
Donnerstag, 9. Mai 2019, 12.15 Uhr, SRF info
Freitag, 10. Mai 2019, 10.05 Uhr, SRF info
Samstag, 11. Mai 2019, 14.05 Uhr, SRF info

https://www.srf.ch/play/tv/sendung/club?id=0f532a74-d501-4470-be25-527a4fbb82fa